Wir gegen Gewalt2017-05-23T13:13:36+02:00

Wir gegen Gewalt

Vorwort

Der TSV Ochenbruck hat ca. 1400 Mitglieder, darunter etwa 500 Kinder und Jugendliche. Es ergibt sich eine Vereinigung unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, sozialer oder kultureller Herkunft.

Durch die Vereinsaktivitäten. Die unsere Betreuer/innen. Trainer/-innen, Vereinsvorstände und alle ehrenamtlich im Verein Tätigen wahrnehmen, können sie auf die Erziehung Einfluss ausüben. Hiermit geht eine große Verantwortung einher, derer wir uns bewusst sind. Die folgenden Seiten zeigen die Position und die Aktivitäten des TSV Ochenbruck zu einem fairen, gewaltfreien Miteinander. Wir müssen keinen Fall aus der Vergangenheit bewältigen. Wir möchten bereits im Vorfeld jegliche Art von Gewalt verhindern.

Wir bedanken uns beim Fußballverband Mittelrhein, der uns die Möglichkeit gegeben hat, das dort ausgearbeitete Konzept der Homepage übernehmen zu dürfen und freuen uns darüber, eine Art „süddeutscher“ Musterverein hierfür zu sein. Danke für diese Konzeption!

Aktiv Miteinander

Was ist ‚Wir gegen Gewalt‘

Gewalt ist ein sehr weiter Begriff! Wir verstehen unter Gewalt nicht nur die körperliche Gewalt, sondern auch Gewalt, die das Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst. Es geht somit nicht nur darum, wenn Jemand durch Schläge verletzt wird, sondern auch, wenn man im Umgang miteinander ein „schlechtes

Bauchgefühl“ bekommt. Wir stehen für ein gewaltfreies Miteinander. ‚Wir‘ sind wir alle, die hier im Verein trainieren, eine Aufgabe wahrnehmen oder freundschaftlich verbunden sind. Jeder kennt und muss sich hierfür verantwortlich fühlen und einschreiten, wenn ‚Gewalt angedroht oder ausgeführt wird.

Wir dulden keinerlei sexuelle, körperliche oder rechtsextreme Gewalt, sowie Mobbing, Diskriminierung oder Rassismus. ‚Wir gegen Gewalt‘ ist ein Arbeitskreis des TSV Ochenbruck, der sich für diese Ziele einsetzt. Er besteht aus Trainern aller Abteilungen und den Kinderschutzbeauftragten. Damit ist ein direkter Informationsaustausch und ein konstruktives Miteinander möglich. Probleme und Lösungswege werden erörtert.

Was will ‚Wir gegen Gewalt‘

Wir haben geeignete Präventionsmassnahmen eingeführt, wodurch ein Gewaltdelikt erschwert und im besten Fall verhindert werden soll. Falls ein Krisenfall eintritt, sehen wir uns als Interventionsteam und können externe Hilfe in Anspruch nehmen.

Unsere Trainer/-innen und Betreuer/-innen legen ein erweitertes Führungszeugnis vor.

Unsere Trainer/-innen, Betreuer/-innen und Begleiter/-innen unterzeichnen eine Selbstverpflichtungserklärung.

  • Wir haben ein Team, das sich bei Bedarf trifft und aktuelle Anliegen
    bespricht.
  • Wir bieten Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse an.
  • Wir informieren über neue Gesetze und Richtlinien.
  • Wir haben Beauftragte, die sich um die Gewaltprävention und um
    Krisenfälle kümmern.
  • Wir haben im Krisenfall eine Reaktionskette.
  • Wir haben externe Partner.

Für Integration

„Alle Menschen sind gleich“

Integration hat zum Ziel, sich kennen und verstehen zu lernen, sich in den anderen hinein zu versetzen, ihn zu respektieren und voneinander zu profitieren. Das klappt in vielen Vereinen schon gut, aber eben nicht überall. Stattdessen schlagen Klischees viele Türen zu und behindern das gegenseitige Verständnis und damit auch das Miteinander für alle Nationalitäten. Der TSV Ochenbruck steht für die Förderung des interkulturellen Verständnisses und des Miteinanders.

Gegen Mobbing

Du bist nicht allein! Und wir lassen Dich auch nicht allein!

Mobbing ist ein weitreichender Begriff, der grundsätzlich eine ähnliche Definition wie Gewalt hat: Man wird in irgendeiner Form geärgert, schikaniert, benachteiligt oder ignoriert. Hierbei wird man meist seelisch, manchmal aber auch körperlich verletzt. Aktuell existieren viele Schulprojekte zu Anti-Mobbing, was sich auch der TSV Ochenbruck für sein Vereinsleben auf die Agenda geschrieben hat. Entsprechende Kooperationen werden Euch dann mitgeteilt. Fühlst Du Dich gemobbt? – dann wende Dich an unsere Ansprechpartner – selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt und gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Gegen Homophobie

„Schwul ist voll ok!“

Neben allen Bemühungen des Vereins um Integration und gegen jede Form von Diskriminierung aus welchen Gründen auch immer, bekräftigen wir die Auffassung, dass die sexuelle Orientierung eines Mitglieds, Schiedsrichters, Trainers oder Funktionärs in unserem Sport kein Anlass sein darf, anders mit ihm umzugehen. Der TSV Ochenbruck steht zu einem unverkrampften Umgang mit dem Thema Homosexualität. Bei allen Fragen rund um das Thema Homophobie im Sport, bei Fragen, Problemen oder Diskriminierungen im Zusammenhang mit einem Coming-Out oder bei Beratungsbedarf rund um die eigene Person stehen die Trainer oder die Ansprechpartner unseres Vereins zur Verfügung. Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Gegen politischen Extremismus

‚Kein Platz für Rechts oder Links‘

Der Sport im TSV Ochenbruck ist weltoffen und richtet sich ausdrücklich gegen jede Form der Ausgrenzung. Rassistische Bestrebungen, extremes Gedankengut sowie Ausgrenzung von Menschen haben bei uns keinen Platz! Dies gilt zudem für jede Form von anti-demokratischem Extremismus.

Aktiv gegen Missbrauch

Was ist sexuelle Gewalt?

Sexueller Missbrauch ist jede sexuelle Handlung eines Erwachsenen oder Jugendlichen, die an oder vor einem Kind passiert.

  • Gegen den Willen des Kindes
  • Aufgrund körperlicher, psychischer oder sprachlicher Unterlegenheit.

Aufgrund des Entwicklungsstandes kann ein Kind nicht frei und überlegt zustimmen bzw. die Missbrauchshandlungern ablehnen. In der Regel kennt es den Erwachsenen gut, vertraut ihm und erwartet deshalb von ihm nichts Böses. Der Täter nutzt seine Macht- und Autoritätsposition aus, um seine eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen. Heute wird die Bezeichnung „sexueller Missbrauch“ häufig durch den Begriff „Sexualisierte Gewalt“ ersetzt, um deutlich zu machen, dass es sich um Gewalt und nicht um Sexualität handelt. Quelle: Wildwasser e.V. Dabei hat jedes Kind eine eigene individuelle Grenze, wo die Grenzverletzung anfängt. Wir haben für jeden von Euch eine Unterseite angelegt, wo Ihr Euch entsprechend informieren könnt:

  • Für Kinder und Jugendliche
  • Für Eltern
  • Für Trainer/-innen und Betreuer/-innen

Falls Ihr/Sie in irgendeiner Weise damit in Berührung kommt/kommen, bitte unbedingt diesen Hinweis lesen:

 

Was tun im Verdachtsfall?

Wenn Ihr selbst betroffen seid oder einen Verdacht hegt, könnt Ihr Euch vertrauensvoll an unsere Ansprechpartner/Anlaufstellen im Verein wenden, die Euch dann weiterhelfen:

 

Anlaufstellen des Vereins

Weiterführend empfehlen wir noch die Publikationen der Deutschen Sportjugend bzgl. Rechtsfragen und Beispiele: „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport – Orientierungshilfe für rechtliche Fragen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen“

 

Für Kinder und Jugendliche

Für Dich! (Kinder und Jugendliche)

Wenn Du an dieser Stelle auf unserer Homepage nachliest, wirst Du einen guten Grund dafür haben. Wir finden es toll, dass Du Dich informierst. Bitte denke aber immer daran: Besser als selber nachlesen ist es, sich persönlich Rat und Hilfe bei jemandem anderen zu holen, dem Du vertraust. Auf den folgenden Seiten findest Du Informationen, die Dir ein bisschen weiterhelfen. Du kannst Dich persönlich an jemanden wenden, einen Brief oder Mail schreiben oder mit jemandem telefonieren. Keine Angst: Niemand zwingt Dich zu etwas. Du kannst erst einmal erzählen oder schreiben was Dich bewegt. Deine Meldungen und Informationen bleiben selbstverständlich vertraulich. Und alles was danach passiert, wird zuerst mit Dir besprochen. Nur wenn Du zustimmst, können weitere Aktionen folgen.

Lies weiter bei:

  • Gut zu Wissen
  • Hilfe holen

 

Kinder/Jugend: Gut zu Wissen

Du wirst im Internet eine Menge Informationen über das Thema „sexueller Missbrauch“ finden. Wir haben Dir hier ein paar Links zusammengestellt, die Dir weiterhelfen können, diese findest Du neben anderen Links und Downloads auch unter der Linkliste am Ende.

 

 

Kinder/Jugend: Hilfe holen

An wen Du Dich wenden kannst, wenn Du Hilfe brauchst!

Hilfe holen ist kein Petzen! Es hilft Dir und auch anderen, die eventuell dem Gleichen ausgesetzt sind, wie Du selbst. Wir haben Dir hier einige Kontaktmöglichkeiten zusammengestellt. Davon unabhängig, kannst Du natürlich immer auch Deine Eltern, alle Trainer/-innen und Betreuer/-innen sowie die Kinderschutzbeauftragten ansprechen.

Verwende unseren Kummerkasten oder E-Mail. Schreibe eine Mitteilung und die Kinderschutzbeauftragten werden sich darum kümmern. Oder greife zum Telefon. Es gibt auch externe Stellen an die Du Dich wenden kannst:

 

0175 / 679 4425 (Sigrid)
oder
0176 / 820 25684 (Peter)
Kinderschutzbeauftragte
TSV Ochenbruck
Ansprechpartner, siehe
Anlaufstellen des
TSV Ochenbruck
Für Kinder:
116 111 oder
0800 / 111 0 333
Für Eltern:
0800 / 111 0 550
Nummer gegen
Kummer
(kostenfrei aus
Festnetz)
Anonyme und kostenlose
Hotline, siehe Homepage
0911 / 929 190-00 Deutscher
Kinderschutzbund
Nürnberg
Kooperationspartner des TSV,
siehe Homepage
0911 / 331 330 Wildwasser e.V.
Nürnberg
Hilfe für Frauen und Mädchen
bei sexualisierter Gewalt, siehe
Homepage

 

Für Eltern und Verwandte

Eltern sind für ihre Kinder die zentralen und natürlichen Ansprechpartner. Es ist in erster Linie wichtig dieses Grundvertrauen der Kinder nicht zu verletzen, sondern ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Unsere erste Grundregel:

Haben Sie vertrauen zu Ihrem Kind. Hören Sie ihm zu und vermeiden Sie jede Reaktion, die das Kind daran zweifeln lassen könnte, in Ihnen den ersten Verbündeten zu haben.

 

Grundsätzlich sollten Sie sich nicht scheuen, Hilfe bei Dritten zu suchen, um die Situation besser beurteilen zu können. Einige Informationen zum Einstieg haben wir nachfolgend unter „Gut zu Wissen“ für Sie zusammengestellt, Adressen möglicher Ansprechpartner finden Sie unter „Hilfe holen“.

 

  • Gut zu Wissen
  • Hilfe holen

 

Eltern: Gut zu Wissen

Wir können an dieser Stelle keine umfassenden Handlungsanweisungen geben, sondern nur einige Einstiegsinformationen. Die Erfahrung lehrt: Jede Situation ist anders und braucht andere Antworten. Wir raten Ihnen deshalb dringend dazu, sich an eine entsprechende Beratungsstelle zu wenden, um ein Hilfsangebot für den Einzelfall zu erhalten.

Erste Ansprechpartner haben wir Ihnen weiter unten zusammengestellt. Pauschale Empfehlungen für betroffene Eltern sind schwer zu geben. Grundsätzlich gibt es sehr viele Informationen zu diesem Thema, z.B. im Rahmen des Internetauftritts der Organisation Zartbitter e.V. Dort werden auch diverse Broschüren, Ratgeber und Bücher für Mütter und Väter angeboten.

Einige wenige Ratschläge als Einstieg haben wir Ihnen hier zusammen getragen: Eltern haben den engsten Kontakt zu ihren Kindern. Wenn Ihnen am Verhalten Ihres Kindes etwas auffällt, sprechen Sie das Kind hierauf an. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Kind anfangs alles abstreitet. Täter vermitteln Kindern häufig das Gefühl, selber schuld zu sein und Verantwortung für die Geschehnisse zu tragen.

Vermitteln Sie Ihrem Kind Geborgenheit und Sicherheit und hören Sie ihm gut zu. Unterstützen Sie Ihr Kind im Entwickeln von Selbstsicherheit, Selbstständigkeit und Selbstvertrauen. Reden Sie mit Ihrem Kind offen darüber, warum es bestimmte Vorkommnisse belastend empfindet und geben Sie dem Kind keinesfalls das Gefühl, Verantwortung an diesem Geschehen zu tragen.

Verantwortlich sind immer und ausschließlich die Täter! Sprechen Sie das Thema sexuelle Übergriffe  offen an. So lernen die Kinder und Jugendlichen, ihrem Gefühl zu vertrauen und sexuelle Übergriffe richtig einzuordnen. Gleichzeitig lernen sie, selber darüber zu sprechen und tabuisieren nichts. Täter vermitteln Kindern oft das Gefühl, sie müssten nun ein Geheimnis wahren.

Lassen Sie Ihr Kind spüren, dass es mit Ihnen alles teilen darf und keine Geheimnisse Ihnen gegenüber haben muss (wohl aber darf!). Erklären Sie Ihrem Kind den Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind im Sportverein sexuellen Übergriffen ausgesetzt sein könnte, begleiten Sie Ihr Kind in den Verein. Beobachten Sie das Training sowie das Verhalten von Trainer/-innen, Betreuer/-innen und anderen Kindern am Rande des Trainings oder des Spiels. Fällt Ihnen hierbei etwas auf, haben Sie den Mut Hilfe zu suchen! Machen Sie Ihrem Kind auf keinen Fall Vorwürfe, und zwar weder Vorwürfe, bestimmte Situationen provoziert zu haben, noch sich gegebenenfalls erst spät an Sie gewandt zu haben. Vermeiden Sie bitte auch jegliches Verhalten, das dem Kind suggerieren könnte, Sie würden an seinen Aussagen zweifeln. Stellen Sie beispielsweise die Aussagen des Kindes nicht in Frage, indem Sie auf den guten Leumund der Trainer/-innen verweisen, z.B.: „… der …, aber der ist doch so beliebt und so ein prima Kerl, bist du dir da wirklich sicher?“. Diskutieren Sie mit dem Kind nicht Ihr weiteres Vorgehen oder stellen dem Kind dar, welche Konsequenzen Ihr weiteres Vorgehen haben wird. Kinder fühlen sich dann häufig verantwortlich für die Dinge, die dem Täter geschehen. Im schlimmsten Fall wird sich Ihr Kind Ihnen nicht mehr anvertrauen.

Nehmen Sie in jedem Fall Ihr Kind ernst und hören ihm zu!

 

Eltern: Hilfe holen

Grundsätzlich raten wir dazu, möglichst frühzeitig externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ausnahmesituationen wie die eines Verdachts auf sexuellen Missbrauch lassen sich weder aus der allgemeinen „Elternerfahrung“ lösen, noch mit gesundem Menschenverstand. Haben Sei keine Angst davor, dass sich der Verdacht vielleicht nicht erhärten könnte.

Glauben Sie uns: Alle Beteiligten sind froh, wenn dies so ist. Deshalb dürfen Sie ruhig Beratungsstellen, Jugendämter etc. ansprechen, ohne befürchten zu müssen, damit zu überziehen oder Dinge loszutreten, die Sie vielleicht gar nicht möchten.

Wir haben Ihnen nachfolgend einige wenige Telefonnummern

zusammengestellt, an die Sie sich wenden können:

0175 / 679 4425 (Sigrid)
oder
0176 / 820 25684 (Peter)
Kinderschutzbeauftragte

TSV Ochenbruck

Ansprechpartner, siehe
Anlaufstellen des
TSV Ochenbruck
Für Kinder:
116 111 oder
0800 / 111 0 333
Für Eltern:
0800 / 111 0 550
Nummer gegen Kummer
(kostenfrei aus dem
deutschen Festnetz)
Anonyme und kostenlose
Hotline, siehe Homepage
0911 / 929 190-00 Deutscher Kinderschutzbund
Nürnberg
Kooperationspartner des
TSV Ochenbruck, siehe
Homepage
0911 / 331 330 Wildwasser e.V. Nürnberg Hilfe für Frauen und
Mädchen bei sexualisierter
Gewalt, siehe Homepage
09187 / 1737 Erziehungsberatung
Altdorf
Erziehungs und Jugendberatung,
siehe Homepage
09123 / 950-0 Amt für Familie und Jugend
Lauf
Jugend, Familie, und Soziales,
siehe Homepage
0911 / 231-0 bzw.
Durchwahl
Jugendamt Nürnberg Seiten für Kinder, Jugendliche
und Eltern, siehe Homepage

 

Für Trainer/-innen und Betreuer/-innen

 

Es ist schön, dass Sie sich als Trainer/-in oder Betreuer/-in im TSV Ochenbruck engagieren. Ohne Ihren Einsatz könnten die Kinder nicht im Sportverein aktiv sein! Auch wenn es für Sie unvorstellbar erscheinen mag: Menschen mit pädosexueller Veranlagung, die den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen suchen, tun dies auch in Sportvereinen. Täter kommen zu 2/3 aus dem bekannten Umfeld des Kindes, wie z.B. Familie, Freunde, Bekannte. Auch die Funktion als Trainer/-in oder Betreuer/-in bietet die Möglichkeit des engen Kontakts zu den Kindern und deren Beeinflussung. Es ist deshalb unbedingt wichtig, aufmerksam zu sein und den Kinderschutz ernst zu nehmen. Sie als Trainer/-in oder Betreuer/-in tragen eine besondere Verantwortung für Ihre Kinder und zwar nicht nur was das Funktionieren der Mannschaft und den sportlichen Erfolg angeht.

Wir haben Ihnen im Folgenden einige grundlegende Informationen für Sie als Trainer/-in oder Betreuer/-in zusammengestellt. Selbstverständlich informieren Sie unsere Vereins-Ansprechpartner über eine geeignete Vorgehensweise.

  • Verhaltensregeln
  • Erweitertes Führungszeugnis

Trainer/-in: Verhaltensregeln

Die folgenden grundsätzlichen Verhaltensregeln sind u.a. aus dem
Internetauftritt des Schweizerischen Olympischen Komitees:

  • Nehmen Sie Ihre Vorbildwirkung auf Kinder und Jugendliche jederzeit bewusst wahr und tragen Sie diese besondere Verantwortung mit Sorgfalt.
  • Achten Sie insbesondere auf die körperliche und psychische Integrität der Kinder und Jugendlichen. Nehmen Sie Schamgefühle ernst. Treten Sie immer für das Selbstbestimmungsrecht der Kinder ein. Akzeptieren und vertreten Sie die Richtigkeit des Grundsatzes „mein Körper gehört mir“.
  • Pflegen Sie einen natürlichen, sorgfältigen Umgang mit den Ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen. Dazu gehört auch, dass Sie nicht auf alle Körperkontakte verzichten, sich aber sehr wohl eines jeden Körperkontaktes bewusst sind. Bestimmte Körperkontakte z.B. das „Inden-Arm-Nehmen“ eines über seine Niederlage enttäuschten Kindes, gehören zu unserem Sport dazu.
  • Jedes Kind ist anders. Während das eine Kind eher verschlossen ist und jeden körperlichen Kontakt als Eingriff in seine Intimsphäre missbilligt, ist für andere Kinder (auch) körperliche Nähe normal. Versuchen Sie, die Ihnen anvertrauten Kinder zu verstehen und die jeweils individuellen Grenzen zu wahren.
  • Unabhängig von den individuellen Grenzen eines jeden Kindes gibt es absolute Grenzen, die Sie als Trainer/-in oder Betreuer/-in nicht überschreiten dürfen. Selbst wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Kind von Ihnen mehr Zuwendung wünscht, ist es an Ihnen. Diese Grenzen zu setzen und auch einzuhalten. Sie sind der Erwachsene, der die Bedeutung von Grenzverletzungen einschätzen kann und dafür verantwortlich ist, absolute Grenzen unabhängig von den von Ihnen wahrgenommenen Wünschen der Kinder zu wahren.
  • Halten Sie die Ihnen anvertrauten Kinder im Auge. Sexuelle Übergriffe kommen nicht nur im Verein, sondern auch in der Familie, im schulischen Umfeld etc. vor. Sie verbringen viel Zeit mit den Kindern und haben vielleicht die Chance, Ihren Kindern und Jugendlichen in solchen Situationen zu helfen und beizustehen. Wenn Sie ein auffälliges Verhalten feststellen, suche Sie Hilfe. Sprechen Sie zunächst das Kind an, bedrängen es aber nicht. Suchen Sie dann gegebenenfalls die Möglichkeit, die Eltern auf das Verhalten des Kindes anzusprechen.

 

Trainer/-in: erweitertes Führungszeugnis

Wie erhalte ich ein erweitertes Führungszeugnis?

Sie benötigen dazu eine Aufforderung zur Vorlage durch den TSV Ochenbruck – Muster ist in der Startübersicht. Damit und mit Ihrem Personalausweis müssen Sie persönlich bei der Meldebehörde Ihrer Gemeinde das erweiterte Führungszeugnis beantragen. Es fällt für Sie keine Verwaltungsgebühr an. Das erweiterte Führungszeugnis wird auf dem Postweg zugeschickt.

 

Was tun im Verdachtsfall

Handeln und Expertenhilfe holen!

Verdachtsäußerungen werden ernst genommen und gewissenhaft geprüft. Im Verein ist ein Interventionsplan („Meldekette“) für das Vorgehen im Verdachtsfall vorhanden. Wir ermitteln nicht selbst. Dies könnte spätere Nachforschungen der Polizei behindern. Wir holen uns Rat bei entsprechenden Anlaufstellen. Die Anlaufstellen vermitteln eine erste Hilfe. Der jeweilige Ansprechpartner kann Dinge neutral ordnen, zu weiteren Stellen vermitteln und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen aussprechen.

 

Verständnisvoll reagieren Neutralität wahren!

Einem Kind das Gefühl zu geben, dass es lügt oder übertreibt, wäre ebenso falsch, wie den Beschuldigten zu vorzuverurteilen. Hier muss im Sinne des betroffenen Kindes und nicht über dessen Kopf hinweg gehandelt werden. Alles sollte in enger Absprache entschieden und entsprechende Schritte eingeleitet werden. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und mit einer professionellen Anlaufstelle Kontakt aufzunehmen. Wenden Sie sich an unsere Ansprechpartner im Verein. Die Verantwortlichen des TSV Ochenbruck verstehen sich als Vermittler zwischen Opfern und staatlichen Stellen sowie Hilfsorganisationen. Unser Ziel ist es, insbesondere den Opfern Hilfen zu vermitteln. An diese Anlaufstelle können sich Trainer/-innen, Betreuer/-innen, Eltern, Kinder und Jugendliche wenden, die Vorfälle schildern möchten oder einen Rat für das weitere mögliche Vorgehen brauchen usw. Alle Meldungen und Informationen an die Anlaufstelle bleiben selbstverständlich vertraulich. Unsere Anlaufstelle übernimmt nicht Aufklärung und Ahndung von Vorkommnissen innerhalb des Vereins. Aufgabe der Anlaufstelle ist es auch nicht, Vorfälle intern zu klären und intern zu halten. Wir verstehen uns ausschließlich als zentrale Stelle zur Vermittlung von externer Hilfe, zum Herstellen von Kontakten z.B. mit den Jugendämtern, Polizei, Opferschutzorganisationen oder auch Stellen, die Tätern Hilfe bieten. Unsere Anlaufstelle hört zu, sammelt Informationen und gibt Ratschläge für das weitere Vorgehen. Sie stellt Informationen zur Verfügung, stellt Kontakte her etc.

Schreibt uns als E-Mail oder Nachricht in den Kummer- und Lobeskasten oder sprecht uns einfach direkt an, wenn Ihr uns seht (wir sind z.B. außerhalb der Ferien freitags zw. 16.00 – 20.00 Uhr im Training im Gymnastikraum unterhalb der Bürgerhalle) oder wendet Euch an Euren Trainer, damit er den Kontakt vertraulich herstellt.

Kummer – und
Lobeskasten
Ort Im Moor am Eingang zur Gaststätte
Sigrid Unseld
(Mutter von 4 Kindern in
verschiedenen Abteilungen)
  E-Mail

Telefon

wir-gegen-gewalt(at)tsv-ochenbruck.de
0175 / 679 4425
Peter Wittmeier
(Selbstbehauptungstrainer der
Karateakademie im TSV)
  E-Mail

Telefon

wir-gegen-gewalt(at)tsv-ochenbruck.de
0176 / 820 25684

 

Kummer- und Lobeskasten

Der Kummer- und Lobeskasten am Eingang zur Gaststätte im Moor lässt Dir die Möglichkeit deine Sorgen loszuwerden. Du kannst jederzeit einen Brief einwerfen. Gib uns bitte die Chance, dass wir irgendwie Kontakt mit Dir aufnehmen können – wir werden es so vertraulich behandeln, wie Du es möchtest. Der Kummer- und Lobeskasten wird von uns regelmäßig aufgesucht und nachgesehen, ob eine Nachricht von Dir drin ist.

 

Ansprechpartner Sigrid und Peter persönliche Anmerkungen:

Wir sehen uns als zentrale Anlaufstelle für alle – ob es jetzt Du als Sportler bist oder Trainer oder Eltern oder sonst jemand, auch außerhalb des Vereins. Wir werden alles vertraulich behandeln und haben eine „Meldekette“ an der Hand, damit Du die Hilfe bekommst, die Du Dir wünschst. Hierbei werden wir nur Dinge tun, die wir mit Dir absprechen und für Dich in Ordnung gehen. Wir wahren deine Anonymität. Für Trainer/-innen, Betreuer/-innen: Auch für Euch gilt das Gleiche – Ihr könnt natürlich auch die Namen für Euch behalten und wir unterstützen Euch, den richtigen Weg zu finden. Sei es durch die Meldekette oder sonstige Hilfe. Egal wer – Ihr findet bei uns ein offenes Ohr! Wir wollen den Verein und auch das Umfeld ein Stück sicherer machen, für Themen sensibilisieren und nicht wegsehen.

„Du bist nicht allein – und wir wollen Dich auch nicht allein lassen!“

 

Links

Zusammenstellung aller erwähnten Homepages und weitere interessante

Adressen: